Öffentliche Nachrichten

Leitartikel zu Legalwaffen in Deutschland

Seit Jahren kommt es immer wieder zu Forderungen einiger Politiker und Interessengruppen, die den legalen Besitz von Schusswaffen in Deutschland verbieten wollen.
Die Forderungen reichen vom Verbot von halbautomatischen Waffen, über das Verbot von sogenannten Grosskaliber-Waffen bis zum kompletten Verbot von Schusswaffen in Privatbesitz.
Das Argument dieser Waffengegner ist das Gefährdungspotential, dass durch die Waffen ausgeht.

 

 

Folgt man dieser Argumentation der Waffengegner, so liegt die eigentliche Gefahr in den Waffen selbst und nicht in den Personen, die die Waffen für ungesetzliche Handlungen/Verbrechen benutzen.
Frei nach dem Motto "Gelegenheit macht Diebe", oder abgewandelt "Waffen machen Mörder".
Diese etwas seltsame Argumentationskette weiter ausführend müsste man aber wiederum eine wesentlich ältere Waffengattung auch komplett verbieten: das Messer oder das Beil.
Genau wie eine Schusswaffe wurden Messer und Beile ursprünglich zum Zweck der Jagd und somit des Tötens erfunden. Erst später kamen bei diesen Tötungswerkzeugen weitere Verwendungszwecke wie Holz hacken, schneiden, schnitzen und dergleich mehr dazu.

Inzwischen hat sich allerdings der Verwendungszweck von Messern aber eben auch der von Schusswaffen zusammen mit der Zivilisation weiter entwickelt:
der Großteil der im Schiesssport eingesetzten Schusswaffen ist speziell auf die Bedüfnisse der Sportschützen angepasst worden und dient nicht mehr dem möglichst effektiven
Töten von Tieren oder gar Menschen.

Wenn man aber über den ursprünglichen Zweck eines Gegenstandes hinausgeht und rein die Möglichkeit der gesetzeswidrigen Verwendung in Betracht zieht ist ein Messer oder eine Axt um ein Vielfaches gefährlicher als eine Schusswaffe, da deutlich mehr Menschen durch diese Gegenstände verletzt oder getötet werden als durch Schusswaffen. Selbst wenn man die illegalen Schusswaffen mit in diesen Vergleich einfliessen lässt schneiden Messer und Beile als wesentlich bedrohlicher ab. Die statistischen Daten für Deutschland sind im jährlich Bericht des Bundeskriminalamtes nachzulesen.

Der "Deutschen höchstes Gut", das Auto kommt hierbei noch wesentlich schlechter weg. Es wurde zwar nicht zum Zweck des Tötens von Menschen erfunden, eignet sich aber ganz hervorragend auch für diesen Zweck.
Und wir erinnern uns an die Argumentation der Waffengegner: es genügt das Tatwerkzeug zu verbieten, dann wird alles gut werden.
Wenn also Autos von betrunkenen Autofahrern dazu verwendet werden (ob nun absichtlich oder billigend in Kauf genommen spielt für die Opfer letztlich keine entscheidende Rolle) andere Menschen zu töten, oder Unschuldige durch Raser getötet werden, dann ist es der naheliegende Schluss, dass das Tatwerkzeug Auto auch verboten werden sollte. Durch ein solches Verbot könnten mehrere Tausend Unschuldige Opfer jedes Jahr gerettet werden.

Allerdings liebe Waffengegner: welcher logisch denkende Mensch würde es wagen mit einem solchen Vorschlag an die Öffentlichkeit zu gehen?
Jeder sieht sofort die Absurdität in der Argumentation für den Verbot von Autos, aber genauso absurd ist das geforderte Verbot von Schusswaffen im Privatbesitz, da die verwendete Waffe eben nur
ein Tatwerkzeug darstellt und die Ursache nicht im Vorhandensein des Werkzeugs liegt, sondern in der Psyche des Täters zu suchen ist.
Schliesslich sind auch nicht alle Autofahrer riskante Raser oder fahren alkoholisiert und nehmen damit billigend den Tod anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf.

Sicher sind 141 Menschen, die seit 1991 bis Januar 2013 durch legale Schusswaffen getötet wurden 141 Menschen zu viel, aber im gleichen Zeitraum wurden um Zehnerpotenzen mehr Menschen
durch Messer, Äxte oder Knüppel getötet, ganz zu schweigen von Tausenden von Toten, die jedes Jahr durch Raser oder betrunkene Autofahrer fahrlässig getötet werden.

Lasst uns also vernünftig miteinander umgehen und versuchen das Problem an der Wurzel zu packen um heraus zu finden wo die Auslöser von solchen schrecklichen Taten sind und wie es
uns gelingen kann ein Gefährdungspotential bei Menschen in unserem direkten Umfeld zu erkennen und diesen Menschen frühzeitig zu helfen.

Wir Sportschützen und Jäger sind jedenfalls für konstruktive Gespräche jederzeit offen.

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